Archäologie-Holzheim

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gefirniste Keramik

 

Gefirnist heißt:
Eine Keramik erhält einen Farbüberzug. Damit wollte man die Keramik flüssigkeitsdicht machen. Die Gefäße sind entweder glattwandig (meist sehr sauber verarbeitet) oder mit feinem Sand (Grießbewurf) bestreut, mit Kerbbandmuster oder mit Barbotine und oder Weißmalerei verziert.
In augustischer Zeit wurden nur die Gefäßlippen getaucht. Ab Claudius erhielt das ganze Gefäß innen und außen einen Farbüberzug.

Als Schmuck und Verzierung wurden verwendet:

Kerbbandmuster Eindruck mit einer Rolle
Barbotine Auftrag von Ton mittels Spritztube
Malerei Auftrag mit einem Pinsel

Bei dieser überwiegend als Trinkgeschirr verwendeten Keramik unterscheidet man
zwei große Gruppen :
A) Farbüberzug durch Tauchen
B) Farbüberzug durch Auftragen mit Pinsel oder Schwamm

Zu A: Farbüberzug durch Tauchen
Der Firnis = Farbüberzug ist stumpf bis mattglänzend

1. Jahrhundert
Firnis rötlichgelb braun

2. Jahrhundert
Firnis schwarzbraun tiefschwarz

3. Jahrhundert
Firnis schwarzbraun tiefschwarz mit teilweise metallischem Hochglanz

4. Jahrhundert
Firnis schwarzbraun tiefschwarz die Qualität der Keramik wird immer schlechter.


Zu B: Farbüberzug durch Auftragen mit Pinsel oder Schwamm

1. Jahrhundert letztes Drittel bis 2. Jahrhundert 1. Drittel
Der Ton ist sorgfältig geschlämmt mit teilweiser weißer Zwischenschicht (Grundierung) und gelblichrot marmoriert.

2. Jahrhundert 2. Drittel
Grundierung hell gelbbraun
Firnis braun fleckig

1. Jahrhundert 2.Hälfte bis 2. Jahrhundert 2. Hälfte
Firnis gelblich-braun, stark golddlimmerhaltig er sieht wie bronziert aus.

3. Jahrhundert
wie zu 2. die Keramik sieht aber wie marmoriert aus.

4. Jahrhundert
wie zu 2.


die Keramik sieht aber wie geflammt aus.
Geschirr ganz oder teilweise rot gestrichen oft sigillata ähnlich gefirnist und dann mit dünner Weißmalerei dekoriert.